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Der Eiweißshaker stinkt - Was tun?
Was tun wenn der Eiweißshaker stinkt?

Der Eiweißshaker stinkt – Was tun?

Eiweißshakes sind eine ideale Ergänzung zum Training. Das hochwertige Protein fördert den Muskelaufbau und unterstützt bei der Fettverbrennung. Kein Wunder also, dass Eiweißshakes für viele Sportler unbedingt dazu gehören. Dazu schmecken die leckeren Shakes hervorragend und sind mit einem praktischen Shaker schnell zubereitet.

Eiweißshaker sind zumeist aus Plastik hergestellt und eignen sich je nach Modell sogar für unterwegs. Sie lassen sich schnell reinigen und sind zudem auch noch recht günstig. Doch viele Sportler kennen das Problem, dass der Shaker nach gar nicht allzu langer Zeit einen äußerst unangenehmen Geruch annimmt, wahrhaft stinkt und kaum mehr zu gebrauchen ist.

Unangenehme Gerüche aus dem Shaker – Welche Ursachen gibt es?

Unangenehme Gerüche aus dem Eiweißshaker sind ein Problem, das gar nicht mal so selten auftritt, denn es gibt verschiedene Ursachen, die einzeln oder auch in Kombination dafür verantwortlich sein können. Eiweißshaker bestehen in aller Regel aus Weichplastik. Das hat den Vorteil, dass die Shaker bruchsicher und vor allem günstig sind. Die Oberfläche von Weichplastik ist jedoch recht groß-porig, sodass das Material die Eigenschaft besitzt, Gerüche schnell anzuziehen und an seiner Oberfläche zu binden.

Unangenehme Gerüche haften also schnell am Shaker-Material und können, wenn sie erst einmal vorhanden sind, sehr hartnäckig sein. Stinkt der Eiweißshaker erst einmal, ist der unangenehme Geruch kaum mehr wegzukriegen. Weichplastik wird gerne und häufig zur Herstellung von vielerlei Utensilien verwendet, die in direkten Kontakt mit Lebensmitteln kommen.

Das ist an sich auch völlig problemlos, denn Weichplastik ist ein hygienisch einwandfreies Material und dazu auch geschmacksneutral und leicht zu reinigen. Der leckere Eiweißshake schmeckt also keineswegs nach Plastik, wenn er in einem herkömmlichen Eiweißshaker  zubereitet wird. Ein stinkender Eiweißshaker verdirbt jedoch meist schon den Appetit auf einen Shake bei der Zubereitung.

Auch das Eiweißpulver trägt zum Phänomen des stinkenden Eiweißshakers bei. Sobald die Proteine mit Flüssigkeit in Verbindung kommen, beginnen zahlreiche chemische Prozesse, die insbesondere bei Wärme als Nebenprodukt auch Gerüche entwickeln. Dazu reicht in der Regel bereits Zimmertemperatur.

Diese Gerüche werden noch längst nicht von jedem als angenehm empfunden. Kommen nun zu den natürlichen Gerüchen des Eiweißshakes in Kombination mit dem geruchsanfälligen Weichplastik-Shaker noch Anwendungsfehler hinzu, passiert es schnell, dass der Shaker nach einer gewissen Zeit stinkt.

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Anwendungsfehler, die unangenehme Gerüche begünstigen

Je länger und intensiver der geruchsanfällige Shaker den natürlichen Gerüchen von Proteinshakes ausgesetzt ist, desto größer wird auch Gefahr, dass der Shaker die unangenehmen Gerüche absorbiert und zu stinken beginnt. Wird der Shaker beispielsweise nach dem Gebrauch nur unter kaltem Wasser abgespült, ist er zwar oberflächlich betrachtet sauber, die Gerüche haften jedoch weiterhin an der großporigen Oberfläche des Plastiks an und können sich so dauerhaft im Material festsetzen. Hat das Material erst einmal den Geruch angenommen, ist es schwer ihn wieder zu entfernen.

Derselbe Effekt kommt auch zustande, wenn der fertig gemixte Shake zu lange im Shaker verbleibt. Das kann passieren, wenn der Shake bereits weit vor dem Verzehr zubereitet wurde, oder wenn der Shaker nach dem Verzehr des Eiweißdrinks nicht sofort ausgespült wird. Die Gefahr, dass der Shaker schon nach kurzer Zeit unangenehm riecht ist also immer besonders groß, wenn Eiweißshakes fertig gemixt mit ins Fitness-Studio oder ins Büro genommen werden.

Vorbeugende Maßnahmen gegen unangenehme Gerüche

Einige einfache Maßnahmen können dabei helfen die Geruchsbildung bereits im Vorfeld zu verhindern. Die chemischen Prozesse, die dazu führen, dass Eiweiß Gerüche entwickelt, werden erst dann in Gang gesetzt, wenn das Eiweißpulver mit Flüssigkeit in Verbindung gebracht wird. So ähnlich verhält es sich auch mit der Geruchsbindung beim Shaker-Material – erst wenn das Plastik lange mit dem Shake in Kontakt kommt, haftet sich der unangenehme Geruch so richtig fest.

Eiweißshaker sollten daher grundsätzlich nach Gebrauch und Reinigung immer offen gelagert werden. Mit geschlossenem Deckel kann der Shaker nicht vollständig nachtrocknen. Auch nach sorgfältiger Reinigung und Trocknung bleiben immer kleinste Mengen Wasser und Eiweißanhaftungen im Shaker zurück. Wird der Shaker nun in geschlossenem Zustand aufbewahrt, bleiben die chemischen Prozesse, die zur Geruchsbildung führen, im feucht-warmen Milieu im Inneren des Shakers weiter aktiv.

Nach dem Gebrauch sollte der Shaker immer mit heißem Wasser ausgespült werden, denn heißes Wasser bindet mikroskopisch kleine Anhaftungen weitaus besser als kaltes Wasser. Die meisten Shaker können problemlos in der Spülmaschine gereinigt werden. Auch bei der Spülmaschinenreinigung ist eine Säuberung mit heißem Wasser gewährleistet. Nur Shaker von schlechter Qualität verziehen sich dadurch.

Zur Reinigung sollten grundsätzlich nur handelsübliche Spülmittel verwendet werden. Zu scharfe Reinigungsmittel greifen die Oberfläche des Weichplastiks an und rauen die Plastikoberfläche noch zusätzlich auf. Infolge werden durch die Reinigung mit scharfen chemischen Mitteln unangenehme Gerüche auf Dauer nicht vertrieben. Stattdessen verbessern sich so die Bedingungen, unter denen sich die Eiweiß-Gerüche an das Shaker-Material anhaften können.

Hausmittel, Tipps oder Tricks

Es gibt diverse Hausmittel, Tipps und Tricks mit denen ein stinkender Eiweißshaker wieder geruchsneutral werden soll. Die einen schwören auf die Reinigung mit Zitronensaft oder mit aufgelösten Spülmaschinentabs, die anderen füllen den Eiweißshaker dauerhaft mit Wasser und Spülmittel oder Backpulver. Welches Hilfsmittel auch immer ausprobiert wird, ein einmal stinkender Eiweißshaker ist dauerhalft so gut wie nicht mehr von seinem Geruch zu befreien. Hausmittel und Tricks können den einmal anhaftenden Geruch allenfalls für eine Weile abdecken.

Eiweißshaker aus Glas oder Edelstahl

Wenn Plastik so geruchsanfällig ist, könnten doch Eiweißshaker aus Glas oder Edelstahl die ideale Lösung sein. Betrachtet man die reinen Materialeigenschaften, sind sie das auch tatsächlich, denn Glas und Edelstahl sind absolut geruchsneutral und nehmen auch keine fremden Gerüche an. Trotzdem haben Eiweißshaker aus Glas oder Edelstahl auch große Nachteile. Für den Gebrauch unterwegs sind sie kaum tauglich. Der größte Nachteil von Eiweißshakern aus Glas oder Edelstahl ist jedoch der weitaus höhere Anschaffungspreis.

Auch bei herkömmlichen Eiweißshakern aus Plastik gibt es selbstverständlich Qualitäts- und Preisunterschiede. Trotzdem sind sie alle recht preiswert, sodass ein Austausch durchaus erschwinglich ist. Nicht wenige Shaker werden sogar gleich im preisgünstigen Doppelpack angeboten. Es sollte also kein Problem sein, einen stinkenden Eiweißshaker von Zeit zu Zeit entsprechend zu ersetzen.

Grundsätzlich wird ein Austausch alle 6 Monate empfohlen, denn auch ohne Geruchsanhaftungen ist das Material bei regelmäßigem Gebrauch einer mehr oder weniger starken Abnutzung unterworfen. Werden die Reinigungs- und Lagerungsempfehlungen eingehalten, kann jeder Eiweißshaker aus Plastik durchaus auch 6 Monate lang täglich genutzt werden, ohne dass unangenehme Gerüche dagegen sprechen.

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