Was ist Pilates?

Was ist Pilates?

Ähnlich wie Yoga hat es schnell die Wohnzimmer und Fitnessstudios des ganzen Landes eingenommen.

Doch was genau ist eigentlich Pilates?

Wofür benötigt man es?

Was will man erreichen?

Schon seit Jahrzehnten wird die Pilates-Methode in den USA genutzt, um Körper und Geist zu stärken, doch erst seit Kurzem konnten sich auch viele Menschen in Deutschland über die neue Art des Sports freuen. Das Ziel der vielen verschiedenen Übungen ist Kraft aufzubauen, ohne dabei massig oder wie ein Bodybuilder zu wirken.

Deshalb ist Pilates auch besonders für Frauen interessant. Es werden Muskeln in Bauch, Rücken und Armen aufgebaut, ohne dass man diese unbedingt sieht. Auch die Verbesserung der Beweglichkeit steht im Vordergrund, was man an vielen der Übungen merkt, die einiges an Geschick abverlangen.

Durch ein lang anhaltendes Training erhält man schließlich einen flachen Bauch, schmale Oberschenkel und einen kräftigen Rücken, der vor allem Frauen vor einem Buckel bewahren kann.

Wie kann man das alles schaffen?

Der Vater des Pilates litt während seiner Jugend stark an seinem schmächtigen Aussehen, doch es gelang ihm durch gezieltes Training in vielen verschiedenen Sportdisziplinen zu brillieren. Die Übungen wollen einen Kern im Inneren des Körpers schaffen.

Dieser Kern besteht aus tief sitzenden Bauchmuskeln und der Muskulatur rund um die Wirbelsäule. Die Stärkung dieser Körperteile steht bei den vielen verschiedenen Aufgaben im Vordergrund. Pilates setzt darauf die Muskeln zu verlängern und zu stärken, damit sie weniger anfällig für Verletzungen sind.

Gleichzeitig muss immer die Balance gehalten werden, damit kein Ungleichgewicht zwischen trainierten und nicht-trainierten Muskeln entsteht. Deshalb wird beim Training jedes Mal auf Vielseitigkeit gesetzt, denn nur so kann man Verkürzungen der Muskeln verhindern.

Nicht nur physisch, sondern auch psychisch kommt die Sportart zum Einsatz, denn trotz der anspruchsvollen Anforderungen bemüht man sich, während der Pilates-Stunde entspannt und ruhig zu sein. Ein essenzieller Teil des Trainings ist die richtige Atmung, die dafür sorgt, dass man auch beim Trainieren der Muskeln nicht außer Atem kommt und ruhig bleiben kann.

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Abnehmen mit Pilates

Mehr als 500 Übungen sind bei der Grundform des Pilates bekannt. Sie alle setzen voraus, dass man mit viel Wille und Konzentration dabei ist, denn es geht vor allem um die Beherrschung des Körpers, um Koordination und Kontrolle, um die richtige Atmung und auch die Entspannung.

Für manche Übungen benötigt man zudem bestimmte Hilfsgeräte wie Liegen oder Hocker. Diese sollten vor allem den Einsteigern die vielen Positionen erleichtern, da das Training nur auf einer Matte etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Pilates eignet sich gut zum Abnehmen, da es wie ein Krafttraining für den ganzen Körper ist. Jede Region des Körpers wird regelmäßig beansprucht, sodass kein Muskel und keine Problemzone ausgelassen werden. Man verbrennt, vor allem bei regelmäßigem und langem Training viele Kalorien und kommt ordentlich ins Schwitzen.

Dabei ist diese Sportart viel besser als beispielsweise Jogging, da es die Gelenke nicht belastet, sondern stattdessen auch noch die Muskeln aufbaut, die Haut strafft und dabei hilft, eine gesunde und korrekte Haltung aufzubauen.

Problemzonen wie Bauch und Beine profitieren sehr viel von den Pilates-Übungen und zudem wird die Rückenmuskulatur gestärkt. Es sollte jedoch beachtet werden, dass nur das Ausüben dieses Sports allein nicht ausreicht, um abzunehmen. Eine Ernährungsumstellung gehört stets mit dazu, sonst wird so viel Fett aufgebaut, dass es nur schwer wieder abgebaut werden kann.

Pilates Übungen

Die Entspannungshaltung

Wer neu mit Pilates anfängt, der wird nur wenig von herkömmlichen Fitnesstrainings wiedererkennen. Zwar werden hier genauso viele Muskeln trainiert, doch es ist still und alle Teilnehmer versuchen sich auf ihre Atmung zu konzentrieren. In der Entspannungshaltung liegt man mit dem Rücken auf einer Matte und hat die Füße aufgestellt.

Die Arme liegen locker neben dem Körper und jeder sollte versuchen, sich einfach nur auf seine Atmung zu konzentrieren. In dieser Haltung wird auch das Powerhouse aktiviert, von dem im Pilates noch oft die Rede sein wird, das jedoch am besten von einem Trainer erklärt wird. Diese Stellung ist die Ausgangsposition für viele weitere Übungen, die die verschiedensten Muskeln trainieren.

Zum Beispiel könnte man jetzt die Hundert starten, die zur Stärkung der Bauchmuskulatur dient. Man atmet tief ein und hebt Kopf, Schultern und Arme einige Zentimeter vom Boden. Die Arme werden dann einige pumpende Bewegungen nach oben und nach unten machen, während die Bauchmuskulatur weiter angespannt bleibt. Ihren Namen hat die Übung von dem Ziel, die Pumpbewegung hundert Mal durchführen zu können.

Das Beinkreisen

Eine weitere typische Pilates-Übung ist das Beinkreisen. Hierzu werden die Beine ausgestreckt, die Arme bleiben jedoch weiterhin neben dem Körper liegen. Beim Ausatmen wird das rechte Bein nach oben gestreckt und während man wieder einatmet, beginnt man mit dem rechten Bein kleine Kreise in die Luft zu malen. Diese Übung kann man beliebig oft mit beiden Beinen durchführen, jedoch muss man genau darauf achten, dass die Bauchmuskulatur angespannt bleibt und richtig geatmet wird.

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