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Wenn das Sportprogramm in Familien für Stress sorgt

Familie - Sport - Stress?

Papa formt seinen Body regelmäßig im Fitnessstudio, Mama läuft, die Tochter spielt Fußball und der Sohn geht mehrmals wöchentlich zum Handballtraining. All das zusammen ergibt eine Familie von heute. Vier verschiedene Interessen werden demnach wohl regelmäßig im absoluten Chaos enden, oder? Nein, sagt hier der Experte!

Was sich anhört, wie der normale, alltägliche Wahnsinn, ist heutzutage Gang und Gebe in Sportfamilien. Lediglich auf der Fahrt zum Training kommen hier alle Familienmitglieder auf einen Nenner.

Wobei es durchaus möglich wäre alle Interessen einfach zusammenzulegen, allerdings wird die Teenie-Tochter kaum Spaß haben, mit ihrer Mutter durch den Wald zu hecheln und auch der Sohnemann ist nicht erpicht darauf seinen noch kindlichen Körper mit Papa an Fitnessgeräten zu trimmen. Ist es überhaupt möglich alle Interessen einer solchen sportbegeisterten Familie unter einen Hut zu bekommen?

Gemeinsam Sport machen

So manche Eltern nutzen einfach den Familientarif des Sportvereins und drehen, zum Beispiel, ihre Runden auf dem Sportplatz, während die Kids beim Fußball sind. Wobei Vater, wie Mutter sich das Laufen währenddessen auch gerne vornehmen und dann doch begeistert ihrem Nachwuchs beim Training zuschauen. Stattdessen wird dann doch wieder durch den Wald gejoggt, wenn die Zeit es zulässt.

Durchaus ist es aber nicht so schwer gemeinsam Sport zu machen. Zumal die meisten Kinder sich doch freuen, wenn die Eltern sich mit ihnen beschäftigen. So gewinnen die Kids natürlich am Anfang einen jeden Wettbewerb, so dass die „alten Erwachsenen“ mal wieder als unsportliche Deppen dastehen. Irgendwann will aber auch das Verlieren gelernt sein und in Regel macht sogar dies zusammen mehr Spaß.

Laufen kann schließlich jeder

Die einen werden mit jeder Runde immer besser, die anderen schlechter und irgendwann ist man mit seinen Kindern auf Augenhöhe. Dann kommt der Tag, wo dieses Verhältnis kippt und die Kids die Eltern im Regen stehen lassen und die Erwachsenen als letztes ins Ziel gehen.

Je nach sozialer Schulung des Nachwuchses kommt dann aber ebenso der Tag, wo die Tochter extra langsamer läuft, damit Mama es so gerade eben noch schafft nebenherzu joggen. Schließlich will auch der Nachwuchs nicht, dass die Stimmung schlecht wird oder dass die Mutter sich gar zu sehr verausgabt und sich unter Umständen sogar noch verletzt.

Bekanntlich kann Sport Generation verbinden, indem man zusammen trainiert und gewisse Situationen dabei gemeinsam erlebt. Dabei gilt es aber zu jedem Zeitpunkt darauf zu achten, dass die Belastung altersgerecht bleibt. Zudem sollte ein jeder mit Spaß bei der Sache sein.

Gerade beim Lauftraining ist die Schnittmenge aber unter Umständen sehr groß. Dennoch ist es möglich, dass der Langsame mit dem Schnellen gemeinsam läuft. Ein paar Kilometer sind immer drin. Während der eine sich um das Tempo kümmert, übernimmt der andere die Regeneration.

Kinder sind oftmals Lustläufer

Doch auch beim Laufen mit den Kids ist Obacht geboten, die meisten Kinder sind reine Lustläufer. Kinder lernen im Spiel mit Erwachsenen gerne eine grundsolide Ausbildung, wenn es um Technik, Schnelligkeit und Koordination geht. Ein reines Herz-Kreislauf-Training hingegen findet der Nachwuchs eher öde und schadet dem Kind mehr als es nützt.

Sind die Kids dann irgendwann im Teenie-Alter angekommen, lässt es sich durchaus zwei Mal wöchentlich mit dem Nachwuchs ausdauernd trainieren.

An einem anderen Tag kann dann vielleicht ein bisschen auf dem Bolzplatz gekickt werden und während der Trainingszeiten der Kinder können Mama und Papa auch ruhig einmal ihren Kindern zugucken und beim Spiel natürlich lautstark zum Tore schießen animieren. Schließlich sollte der Nachwuchs nicht nur mit den Eltern sporteln, sondern ebenso mit seiner Altersklasse aktiv sein.

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