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Sport mit Strom: Mit EMS Training Muskeln aufbauen

EMS - Training unter Strom

Stimmt es, dass die Fitness heute nicht mehr zwingend durch Sport trainiert werden muss, da Strom inzwischen fähig ist den Muskelaufbau voranzutreiben? Durchaus gibt es das Prinzip des sogenannten EMS Trainings.

Hierbei werden Muskeln gezielt mit Hilfe von elektrischer Muskelstimulation angeregt, so dass Sportmuffel mit Sicherheit begeistert sind von dieser Methode.

Jetzt stellt sich allerdings die Frage, ob diese Alternative tatsächlich so viel bewirken kann, wie ein regelmäßiger Muskelaufbau mittels Sport? Wir sagen es Ihnen.

Muskelaufbau anregen durch Strom

Keinesfalls handelt es sich um eine Neuheit, wenn die Rede davon ist, mit Hilfe von Strom die Muskeln zu stimulieren. Von Physiotherapeuten wird diese Methode bereits seit über fünf Jahrzehnten angewendet, um so gezielt einzelne Muskelgruppen aufzubauen.

Häufig kommt Strom nach verschiedenen Operationen zum Einsatz, um auf diese Weise die geschwächte Muskulatur wieder zu stärken. Im Fachjargon spricht man hier von Elektromyostimulationstraining, kurz EMS. Was in der Medizin schon Jahre angewandt wird, wird aber inzwischen auch im Bereich Fitness genutzt.

Sogar tiefer liegende Muskelfasern werden mit dem EMS Training erreicht

Kommt das EMS Training im Fitnessbereich zum Einsatz, ist es hier das Ziel auch tiefliegende Muskelfasern mittels Reizstrom zu aktivieren. In der Regel werden diese bei einem normalen Muskelaufbau, welcher an Sportgeräten oder Gewichten stattfindet kaum erreicht, so dass hier Strom eingesetzt wird.

So besteht ein Muskel aus einem Bündel einzelner Muskelfasern. Abhängig von ihrer Ausstattung mit Mitochondrien unterscheidet man hier zwischen zwei verschiedenen Faserarten. Die befindlichen Mitochondrien hingegen sorgen ähnlich wie kleine Kraftwerke dafür, dass die Muskeln mit ausreichend Energie ausgestattet werden. Je nach Muskelbelastungsart kommt es dann zu einer Aktivierung unterschiedlicher Muskelfasern.

Muskelfasermerkmale

Zum einen finden sich somit im menschlichen Körper die kontrahierenden Muskelfasern, welche jede Menge Energie benötigen und aus diesem Grund zügiger erschöpft sind. Wegen ihres geringen Gehalts an Myoglobin nennt man diese Art der Fasern, weiße Muskelfasern. Myoglobin ist zudem ein Eiweiß, welches innerhalb der Zelle Sauerstoff zu den Mitochondrien liefert.

Je mehr Myoglobin in einer Faser zu finden ist, desto besser geht der Sauerstofftransport in der Zelle von statten und desto dunkler gefärbt ist eine solche Muskelfaser. Gerade beim Training, welches den Muskelaufbau fördern soll, kommen diese zum Einsatz. Im Gleichklang lassen sich diese Fasern aber ebenso mit elektrischer Muskelstimulation anregen bzw. trainieren.

Ein Muskel besteht aber nicht nur aus weißen Fasern. Ebenso lassen sich hier ebenso langsam zuckende und somit weniger schnelle kontrahierende Muskelfasern finden. Überwiegend kommen diese bei Ausdauersportarten zum Einsatz und werden wegen ihres hohen Gehalts an Myoglobin auch rote Fasern genannt. Um diese Muskelfasern trainieren zu können, muss ein besonderes Training zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel, ein anstrengendes Muskelaufbautraining, welches viele Wiederholungen beinhaltet.

Die weißen Muskelfasern können mit EMS Training stimuliert werden

Laut der Experten erreichen Sportler mit einem „normalen“ Training lediglich eine Handvoll Muskelfasern des jeweiligen Muskels. Kommt hingegen das EMS Training zum Einsatz erreicht dieses gleich rund 90% der Fasern. Schon eine geringe Reizstromstärke reicht da aus, um Muskeln im kompletten Körper zu aktivieren.

Wobei sowohl Beuger, als auch Strecker im gleichen Zuge angeregt werden, was beim „normalen“ Muskeltraining keineswegs möglich ist. Hinzu kommt, dass mit dem EMS Training ebenso gezielt einzelne Muskeln bzw. Muskelgruppen aktiviert werden können.

Lediglich in Zusammenhang mit zusätzlicher Anstrengung zeigt sich das EMS Training wirksam

Nutzen Sportler das EMS Training zum Muskelaufbau heißt es erst einmal einen hautengen Microfaseranzug anzuziehen. In diesem finden sich dann etwa 20 Elektroden. Ein Trainer steuert dann während des Trainings die Muskelkontraktionen gezielt. Wobei es hier außerdem zusätzlich zu diversen Übungen, wie Kniebeugen und Co kommen sollte, damit sich der Muskelaufbau als effektiv erweist.

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