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Schaden Aufwärmübungen vor dem Training den Muskeln?

Dehnübungen vor dem Sport: Schaden Aufwärmübungen vor dem Training den Muskeln?

Zum Warmmachen vor dem Sport, zählen Dehnübungen für viele Sportbegeisterte einfach dazu. Kaum ein Thema wird aber so heiß diskutiert, wie dass „Muskeln aufwärmen“.

Während viele das Stretching, zu diesem Zeitpunkt, als sinnvoll ansehen, setzen andere erst nach dem Training auf entsprechende Übungen.

Hier erklärt jetzt ein Sportmediziner der Kölner Sporthochschule, ob Dehnübungen vor dem Sporteln wirklich sinnvoll sind.

Wann gilt es die Muskeln aufzuwärmen?

Sowohl für die Motorik der Sehnen, als auch für die einzelnen Muskeln sind Dehnübungen bedeutend. Doch oftmals wird gesagt, dass Dehnen vor dem Sport mehr Schaden anrichten kann, als dass dieses schützt. Kann diese Aussage  tatsächlich stimmen?

Laut des Sportmediziners Prof. Hans-Georg Predel von der Kölner Sporthochschule sollten Dehnübungen erst nach dem ersten Aufwärmen und anschließend nach dem Training stattfinden. Wer schon vor dem eigentlichen Sportprogramm ein ausgiebiges Dehnen vornimmt, vergrößert hier die Gelenkreichweite.

Einige Sportler begünstigen dadurch noch schneller diverse Verletzungen, da die Spannung in Sehnen, wie Muskeln jetzt fehlt. Sportliche Leistungen, die beispielweise, mit Disziplinen die Kraft oder Schnelligkeit in Zusammenhang stehen, können jetzt sogar gebremst werden.

Generell gesagt, sollten Sportler nie die kalte Muskulatur dehnen. Lediglich nach einem kurzen Aufwärmprogramm darf das Dehnen der Muskeln und Sehnen aber durchaus vor dem Training vorgenommen werden.

Erst nach dem schweißtreibenden Sportprogramm sollte es dann zu ausgiebigen Dehnübungen kommen, denn jetzt sind die Muskeln richtig aufgewärmt. Auf diese Weise wird die Blutzirkulation in den Muskeln verbessert und der gesamte Körper wird wieder beweglicher.

Auch bei hochsommerlichen Temperaturen, dass Muskel aufwärmen nicht vergessen

Egal, ob Hochsommer oder tiefster Winter nach einer kurzen Aufwärmphase machen ein paar Dehnübungen immer Sinn. Auch hohe Außentemperaturen nehmen keinen Einfluss auf die menschliche Muskulatur, so dass das Stretching auch nach dem Training nicht in Vergessenheit geraten sollte.

Gerade bei großer Hitze ist es zudem völlig normal, dass die körperliche Leistungsfähig erst einmal verringert ist. So gilt es zu Beginn nur so viel zu trainieren, dass am Ende noch Kraftreserven vorhanden sind. Bleiben die hohen Temperaturen bestehen, benötigt der Körper etwa zehn Tage bis er seine altbekannten Leistungen wieder abrufen kann.

Vor allem im Hochsommer sollte vor dem Sport außerdem ausreichend getrunken werden. Atemnot, Kopfschmerzen, Schwindel oder Probleme beim Gehen deuten meist auf einen Mangel an Flüssigkeit hin.

Das richtige Aufwärmprogramm für Läufer

Vor dem Laufprogramm empfiehlt es sich eine Minute auf der Stelle zu laufen und mittels Schulterkreisen aufzuwärmen. Während des kurzen Laufens auf der Stelle gilt es zudem die Knie anzuziehen. Auch der Rumpf sollte zudem wenigstens etwas gedehnt werden. Durch Vorwärts-, wie Seitwärts beugen, lässt sich dieser optimal aufwärmen.

Gerade das Dehnen vor dem Training sollte aber nicht zu ausgiebig stattfinden. Es reicht aus, ein kurzes Aufwärmprogramm durchzuführen, so dass Muskeln, Bänder und Sehnen gut auf das die kommenden Belastungen vorbereitet sind. So wird während des Aufwärmens sowohl der Stoffwechsel, als auch die Durchblutung angeregt.

Dies verbessert die Nervenimpulsübertragung auf die Muskulatur und führt dazu, dass die Bänder und Sehnen elastischer werden. Muskelzerrungen, Bänderdehnungen oder gar –risse, sowie Sehnenentzündungen oder andere Verletzungen lassen sich so häufig einfach verhindern.

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