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Proteine für die Gesundheit

Proteine für die Gesundheit

In der Biochemie spielen Proteine eine besondere Rolle. Sie sind das Bindungsglied des Organismus mit der Chemie. Proteine sind vielfältig. Unter Proteinen versteht man nur den Oberbegriff für eine Reihe verschiedener Moleküle und Stoffe, die ähnliche Eigenschaften haben. Metalle sind schließlich auch nicht nur ein einziger Stoff.

Im Volksmund hat sich der Begriff Eiweiß durchgesetzt, gemeint sind aber auch hier Proteine. Diese gibt es in fast jedem Lebensmittel, das es zu kaufen gibt. Sie sind für unsere Gesundheit essentiell, denn viele Prozesse im Körper kommen nur durch Proteine zustande. Aber welche Proteine sind zu was gut?

Unser Kreislauf – mehr als nur rote Flüssigkeit

Unser Blut ist rot und besteht aus vielen Bestandteilen. Die roten Blutkörperchen zählen zu den wichtigsten Teilchen unseres Blutes. Denn sie enthalten das wichtige Protein Hämoglobin, welches für den Sauerstofftransport wichtig ist. Gebildet wird das Hämoglobin im Rückenmark aus zahlreichen Aminosäuren, die der Körper aus der Ernährung ziehen kann.

Viele wichtige Aminosäuren kann der Mensch sogar in Drüsen selbst bilden, unabhängig von der Ernährung. Diese nicht-essentiellen Aminosäuren sind bei lebenswichtigen Prozessen im Körper beteiligt, wie eben der Bildung neuer roter Blutkörperchen. Je mehr Hämoglobin gebildet wird, desto mehr Sauerstoff kann der Körper transportieren und verwerten. Beim Leistungssport ist das sehr wichtig.

Aminosäuren und Krankheiten

Viele Aminosäuren können direkt bei Krankheiten eingesetzt werden. Der Gelenkverschleiß ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Die Aminosäure Glucosamin kann nämlich die Bildung neuer Knorpelmasse begünstigen und damit auch die Schmerzen mit der Zeit lindern. Das kann jedoch einige Monate dauern, bis wieder genügend Knorpelmasse gebildet wurde. Auch andere Krankheitsbilder lassen sich auf einen Mangel an Aminosäuren zurückführen. Das kann unter anderem der Fall bei Hormonmängeln sein. Hormone sind nämlich meist auch Proteine. In der Regel werden solche Symptome als Proteinmangel bezeichnet, denn oft ist nicht klar, welches Protein oder welche Aminosäure fehlt.

Proteine zum Muskelaufbau

Wie kaum ein anderes Gewebe brauchen die Muskeln große Mengen Proteine. Die Muskeln zählen zu den am schnellsten wachsenden Geweben und benötigen so ausreichend Energie und Sauerstoff. Beim Muskelaufbau ist es daher wichtig, Proteine und Kohlenhydrate in größeren Mengen zu sich zu nehmen. Während Zucker und Kohlenhydrate die Energieversorgung gewährleisten, sind es Proteine, welche den Muskelaufbau fördern können.

Bei der Bildung neuer Gewebe sind es zwangsläufig Proteine, die dafür verantwortlich sind. Die Knorpelbildung in Gelenken ist ein bereits erwähntes Beispiel dafür. Proteinpulver aus Molke oder Sojabohnen sind eine gute Lösung für den erhöhten Proteinbedarf. Nüsse, Eier und Fleisch reichen in der Regel aber auch aus.

Proteine sind wichtig, aber keine Wundermittel

Proteine finden in Stoffwechselprozessen, dem Knochenaufbau, der Energieversorgung und dem Hormonhaushalt eine wichtige Rolle, ohne Zweifel. Aber Wundermittel sind die zusätzlich aufgenommenen Proteine dennoch nicht. Krebs heilen können sie schon gar nicht, auf solche Versprechungen sollte man nicht hereinfallen. Eine ausgewogene Ernährung versorgt jeden Menschen mit ausreichend Nährstoffe, sodass eine zusätzliche Aufnahme in der Regel nicht nötig ist.

Lediglich in besonderen Fällen, sprich nach einer OP oder langer Liegephase, kann die erhöhte Aufnahme von Aminosäuren und Proteinen eine positive Wirkung entfalten. So etwas wird dann aber vom Arzt verschrieben und empfohlen und nicht etwa von einem Hersteller, der hauptsächlich an gutem Umsatz interessiert ist. Von solchen Versprechungen sollte man sich also nicht beirren lassen.

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