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Kletterseile - Worauf kommt es an?

Kletterseile – Worauf kommt es an?

Zahlreiche positive Effekte werden mit der Freizeitaktivität dem Klettern miteinander kombiniert. So ist man entweder mit Gleichgesinnten in einer Kletterhalle oder aber an der frischen Luft. Außerdem tut man was für seinen Körper und baut Muskeln auf, die ansonsten eher ungenutzt bleiben. Des Weiteren stärkt man zudem die sogenannte Hand-Auge-Koordination. Wobei die Liste der positiven Aspekte noch endlos weitergeführt  werden könnte. Vor allem Neueinsteiger benötigen hier am in der Regel Hilfe, wenn es um die passende Ausrüstung, sowie um das Erlernen dieser Sportart geht. Schließlich eignet sich nicht jedes Seil gleich zum Klettern.

Das richtige Seil zum Klettern kaufen

Bevor man sich einfach irgendein Seil zum Klettern kauft, gilt es sich überlegen wo und wie man klettern will. Wer diesem Hobby lieber in einer Kletterhalle nachgehen möchte, braucht nicht zwingend ein Seil, welches robust genug ist, um den Witterungsverhältnissen, sowie scharfkantigen Felsen standzuhalten. Möchte man hingegen das Alpinen Klettern erlernen, sieht die Sache mit dem richtigen Seil schon wieder ganz anders aus.

In diesem Fall sollte das Seil zum Klettern Wind und Wetter lange aushalten können, sowie bei scharfen Kanten in den Felswänden natürlich nicht gleich reißen. Beim Kauf gilt es also auf die Auswahl der Materialien zu achten.

Das Einfachseil zum Klettern

Die meisten Kletterer bezeichnen das Einfachseil, auch als Universalseil. In der Regel wird dieses Seil in Stärken zwischen neun und elf Millimeter verkauft und kann sowohl draußen, als auch drinnen zum Klettern verwendet werden. So kann dieses im Klettergarten, in der Kletterhalle oder sogar beim Eisklettern eingesetzt werden.

Halbseile, sowie Zwillingsseile

Bei höheren Ansprüchen hingegen kommen meist Halbseile oder Zwillingsseile zum Einsatz. So sind diese Seile zum Klettern für langläufigere Strecken geeignet. Dies gilt vor allem für das Zwillingsseil, denn wie der Name schon verrät, handelt es sich hier um zwei Stränge, die nebeneinander verlaufen. Kommt es zu einem Sturz der etwas tiefer ist, kann ein Zwillingsseil diesen besser abfangen. Hinzu kommt, dass hier eine längere Haltbarkeit gewährleistet wird, auch wenn es zu mehreren Missgeschicken kommen sollte. Zwei Seile verschleißen nun einmal nicht so schnell wie eins.

Halbseile dagegen eignet sich aber ebenfalls gut für Hoch-, wie Gletschertouren und zum Alpinklettern. So sind diese Seile zwar leichter und auch dünner, aber dafür nicht so stabil wie Einfachseile. Daher werden Halbseile auch im sogenannten Doppelstrang eingesetzt. Das heißt, zwei Halbseile werden gemeinsam verwendet. Gegenüber einem Einfachseile bringen auch die Halbseile einige Pluspunkte mit.

Vorzüge von Halbseilen:

  • Verfügt über eine höhere Sicherheitsreserve bei Kantenbelastung, wie Steinschlag
  • Beim Abseilen steht dem Kletterer die komplette Abseillänge zur Verfügung
  • Das Seilgewicht kann vor, wie nach dem Klettern auf zwei Kletterer verteilt werden

So mancher Kletteranfänger fragt sich jetzt bestimmt, warum er nicht einfach zwei Einfachseile einsetzen kann? Die Antwort ist einfach, denn zwei Einfachseile bringen ein enormes Gewicht mit sich und würden demnach in der Zwischensicherung eine hohe Reibung verursachen. Aus diesem Grund, ist es nicht ratsam zwei Einfachseile zum Klettern zu nutzen.

Fazit: Ein Seil zum Klettern ist nicht gleich ein Seil zum Klettern. Vor allem Anfänger sollten hier genau darauf achten, ob sich das Kletterseil für ihr Vorhaben auch eignet. So gilt es sich im Vorfeld zu fragen, wo und wie man in Zukunft klettern möchte. Erst dann gilt es die Wahl zwischen Einfach-, Zwillings- oder Halbseile zu treffen.

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