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Ist Öl das bessere Fett?

Ist Öl das bessere Fett?

Pflanzenöl sei gesünder als Butter oder andere tierische Fette – so heißt es jedenfalls. Inwieweit ist die Wahl des Fettes aber nun von Belang oder ist das total egal?

Würde man einen Kardiologen fragen, so würde uns dieser ganz klar sagen, dass wir weniger als zehn Prozent unserer Energie aus so genannten gesättigten Fettsäuren gewinnen sollten. Dementsprechend könnte man also gesättigte Fettsäuren einfach durch ungesättigte ersetzen, also beispielsweise Oliven- oder Rapsöl anstelle von Butter oder Schmalz.

Warum? Pflanzliche Fette schützen angeblich das Herzkreislaufsystem, senken den Cholesterinspiegel, schützen vor Arterienverkalkungen und senken somit das Infarktrisiko. Studien beweisen, dass dem tatsächlich so ist – also, weg mit tierischen Fetten, her mit pflanzlichen Ölen!

Nicht ganz – Studien belegen, dass die Auswirkung auf unser Herz-Kreislauf-System nur geringfügig ist, stellt man von tierischen Fetten auf pflanzliche Fette um. Dennoch lohnt sich die Umstellung und auch das belegen weiter durchgeführte Studien und Langzeituntersuchungen.

Pflanzenöl ist nicht gleich Pflanzenöl

Jedes pflanzliche Öl enthält eine unterschiedliche Mischung verschiedener einfach und mehrfach gesättigter Fettsäuren. Zu den mehrfach gesättigten Fettsäuren zählen die so genannten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Diese Säuren können im Organismus unterschiedliche Prozesse hervorrufen. Aus Omega 3 werden beispielsweise entzündungshemmende Substanzen gebildet, aus Omega 6 ehe entzündungsfördernde.

Ein ausgewogenes Verhältnis zu den Fettsäuren ist deshalb der entscheidende Faktor bei der Wahl unseres Öles. Verwenden wir beispielsweise ausschließlich so genanntes Maiskeimöl, welches reich an Linolsäure, einer Omega 6 Fettsäure, ist, so würden wir dadurch nicht unsere Gesundheit fördern, sondern diese mit eher entzündungsfördernden Substanzen bereichert.

Demnach kann gesagt werden, dass die Umstellung auf pflanzliches Öl nicht unbedingt gesund ist, es kommt auf die Mischung und natürlich das entsprechende Verhältnis zueinander an.

Bei Ernährung auf Vielfalt setzen

Wie auch ganz allgemein bei einer gesunden Ernährung kommt es auch hier auf die Ausgewogenheit an. Man sollte sich daher nicht auf eine Nährstoffgruppe konzentrieren, sondern in der Ernährungszusammenstellung stets auf Vielfalt setzen. Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Nüsse ergänzen eine ausgewogene Ernährung. Und ähnlich ist es auch mit den Ölen.

Vor allem Raps- oder Olivenöl sind empfehlenswert und natürlich ist auch mal Butter absolut in Ordnung. Es kommt auf die Menge an und auch die Wahl der Butter kann entscheidend sein. So sollten eher auf hochwertige Butter-Produkte zurückgegriffen werden, da diese meist von Kühen auf freien Weiden stammen und somit reich an Vitaminen sind.

Fazit: Es ist also immer eine super Idee sich ausgewogen zu ernähren!

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