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Heißhunger – wer ihn versteht, kann ihn vorbeugen

Immer wieder passiert es: Motiviert beginnt Mann/Frau mit dem Abnehmen. Es fühlt sich verdammt gut an, die Sache mit der Gewichtsreduktion endlich anzugehen. Wer jedoch die falsche Diätvariante wählt, hat bald mit dem lästigen Heißhunger zu kämpfen. Dabei handelt es sich nicht wirklich um Hunger, sondern eher um Frust oder die Stillung von Bedürfnissen. Heißhunger entsteht jedoch nicht immer im Zusammenhang mit einer Diät. Die Ursachen gehen unter Umständen tief in die menschliche Seele zurück.

Wer Hunger hat, muss essen

Wer hungert, kommt nicht weit mit dem Abnehmen. Der knurrende Magen ist die reinste Qual und die Gedanken drehen sich nur noch um die nächste Mahlzeit. Kurzfristig kann der Hunger zwar unterdrückt werden, doch eine dauerhafte Lösung ist das nicht. Schließlich verlangt der Organismus nach Treibstoff in Form von Nahrung, die alle notwendigen Makro- und Mikronährstoffe enthält, um ihm am Laufen zu halten. Wer dies berücksichtigt, kann langfristige Diät- und Gesundheitserfolge verzeichnen.

Heißhunger hingegen ist oft der körperliche Ausdruck für Unzufriedenheit, Frust, Langeweile und Unklücklichsein, denn Essen bedeutet auch Trost. Was seelisch nicht zu erreichen ist, muss körperlich gestillt werden. An erster Stelle steht hier die Lust auf Süßes. Wird dieser nachgegeben, tritt nach dem Verzehr oft der Frust auf den Plan, „schon wieder schwach geworden zu sein“. Auf den ersten Blick lässt sich die betreffende Stresssituation oral vielleicht leichter bewältigen, aber eben nur auf den ersten Blick.

So lässt sich echter Hunger erkennen

Oft ist von Hunger die Rede („Ich habe Hunger auf …“), doch ist meist die Rede von Appetit, der eher die Lust auf eine bestimmte Nahrung beschreibt. Wie bereits festgestellt, nehmen Süßigkeiten den ersten Platz ein, dicht gefolgt von Fastfood und anderen ungesunden Nahrungsmitteln. Echten Hunger zu erkennen, ist für viele Menschen heute nicht mehr ganz leicht. Das Überangebot an Nahrungsmitteln lässt ein echtes Hungergefühl kaum noch zu, wie dies in mageren Zeiten der Fall war.

Wer dennoch die Unterscheidung treffen möchte sollte sich fragen, ob das Hungergefühl vielleicht nur aus der derzeitigen Gefühlslage entsteht. Geht es möglicherweise nur um eine Ersatzbefriedigung? Die passende Stillung ergibt sich vielleicht eher aus einem guten oder klärenden Gespräch, einer Umarmung oder einem reinigenden Gewitter. Der Gefühlshunger wird mit Gefühl und nicht mit Nahrung gestillt.

Auch Unzufriedenheit in Schule/Beruf, in zwischenmenschlichen oder anderen Bereichen ist oftmals ursächlich verantwortlich für aufkommenden Heißhunger. Wird er mittels ungesunder Nahrungsmittel gestillt, steht dies stellvertretend für die eigentliche Problemlösung, die aber trotzdem noch aussteht. Ein Fass ohne Boden!

Einige Hinweise liefern aber die Definition für echten Hunger:

  • Das Hungergefühl beginnt ganz leise und steigert sich mit fortschreitender Zeit. Heißhunger hingegen kommt unvorbereitet auf – sozusagen von einem Moment auf den anderen.
  • Das Bedürfnis nach einer guten Mahlzeit entsteht (nicht auf ein bestimmtes Nahrungsmittel wie z. B. Süßigkeiten).
  • Die Vorfreude auf eine gute Mahlzeit mahnt zur Geduld, bis der richtige Ort bzw. die richtige Zeit erreicht ist. Heißhunger hingegen will sofort befriedigt werden – ganz ohne Umschweife.
  • Der echte Hunger ist mit einer ausgewogenen Mahlzeit gestillt und meldet sich erst nach Stunden erneut. Heißhungerattacken hingegen sind vom Gefühlsleben und von der jeweiligen Situation abhängig. Sie treten unvorbereitet auf.

Den Heißhunger umgehen

Es gibt einige sinnvolle Strategien, um die gefürchteten Heißhungerattacken zu umgehen. Heißhunger entsteht mitunter durch einen viel zu niedrigen Blutzuckerspiegel, der mittels leerer Kohlenhydrate, wie Industriezucker und Weißmehl sie liefern, in die Höhe schnellt, aber ebenso schnell auch wieder absinkt. Daher ist die eigene Ernährung einer genauen Kontrolle zu unterziehen.

  • Der Blutzucker bleibt mittels regelmäßiger Mahlzeiten über den Tag verteilt konstant.
  • Ein gutes Frühstück bietet bereits einen guten Schutz vor Heißhungerattacken am Vormittag.
  • Strikte Verbote – wie z. B. Süßkram und Fast Food – steigern nur den Heißhungern. Daher diese lieber gemäßigt konsumieren, aber nicht vollständig versagen.
  • Künstliche Aromen und andere Zusatzstoffe wirken appetitanregend. Daher sollten sie vermieden werden (Blick auf die Zutatenliste).
  • Immer ein Stück Obst oder Rohkost im Gepäck erlauben gesunde Ausreichende Mengen an Wasser oder ungesüßtem Tee halten den Blutfluss in Gang und füllen den Magen.
  • Heißhungerattacken kann auch mit sportlicher Betätigung erfolgreich begegnet werden. Diese liefert weder ungesunde Zusatzstoffe noch Kalorien, sondern bewirkt das Gegenteil. Auf diese Weise können auch Stress und Frust abgebaut werden, was wiederum Heißhungerattacken vorbeugt.

Hilflos ausgeliefert ist nur der, der sich mit der Hilflosigkeit einverstanden erklärt. Alle anderen nehmen sich des Problems an und bekämpfen es mit allen Mitteln. Auf diese Weise ist ein gesunder und ausgeglichener Lebensstil zu erreichen. Heißhunger ade!

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