Fit bleiben während der Pandemie

Durch das derzeit erforderliche Homeoffice oder die erzwungene Arbeitspause, wird sehr viel Zeit zuhause verbracht. Die Bewegung, die auf dem Weg zum Arbeitsplatz vorhanden war oder auch das bewusste Fahrradfahren dorthin, fällt nun weg. Umso wichtiger ist es Möglichkeiten zu finden, um die körperliche Aktivität auch während der Pandemie nicht zu vernachlässigen. Eine Bewegungspause wäre ein schwerwiegender Fehler, da der Körper somit vielen negativen Effekten ausgesetzt ist und vor allem der Rücken durch das viele Sitzen leidet.

Sport und Psyche

Sport stärkt nicht nur die Abwehrkräfte und bringt das Herz und den Kreislauf in Schwung, auch das psychische Wohlbefinden wird stark gefördert. Es gibt die Option, Fitnessgeräte für Zuhause zu kaufen, allerdings ist eine Ausstattung wie in einem Fitnessstudio gar nicht notwendig. Das Gewicht des eigenen Körpers kann ebenfalls als effektives Sportgerät angesehen werden.

Es kann jeden Tag ein kleines Bewegungsprogramm mit kurzen Gymnastikeinheiten von zehn Minuten eingebaut werden. Diese sollten morgens an einem offenen Fenster durchgeführt und abends vor dem Schlafengehen wiederholt werden. Das Resultat hiervon ist ein deutlich ruhigerer Schlaf, da die Belastungen, die Sorgen und Ängste, die sich während des Tages angesammelt haben, bearbeitet wurden. Dadurch, dass über die körperliche Bewegung auch die mentalen Funktionen trainiert werden, also eine psychophysische Regulation stattfindet, wird Sport ausdrücklich empfohlen, um einer psychischen Belastung entgegenzuwirken und stabil zu bleiben.

Auch die sogenannte Bürogymnastik, bei der jede Möglichkeit genutzt wird, dem Körper eine Pause vom Sitzen zu ermöglichen und kleine Bewegungen durchzuführen, ist zuhause möglich. Ein Effekt zeigt sich bereits, wenn die Arme für zehn Sekunden hinter dem Kopf verschränkt und die Brustwirbelsäule gestreckt wird. Weitere Möglichkeiten sind die Beine auszustrecken und sich zu räkeln oder die Telefonate und Videokonferenzen im Stehen auszuführen. Nebst dem, dass leichte Kniebeugen zwischendurch das sportliche Level weiterhin steigern, kann auch die Treppe als Sportgerät eingesetzt werden.

Sport im Freien ist in der Regel auch eine gute Möglichkeit, jedoch müssen hierbei einige Faktoren beachtet werden. Um die Aktivität an der frischen Luft so lange wie möglich genießen zu können, muss bedacht werden, dass sich die beim Ausatmen austretenden Tröpfchen beim Sport in einem weiteren Umfeld verbreiten als gewöhnlich. Das heißt, dass genug Abstand eingehalten werden muss.

Ergänzend hierzu sollten die generellen Verhaltensregeln eingehalten werden. Als Basis lässt sich mit einem Spaziergang beginnen. Sobald die Geschwindigkeit vier bis fünf Kilometer pro Stunde erreicht, beschleunigt sich die Atemfrequenz, was wiederum das Herz und den Stoffwechsel ankurbelt. Als Steigerung ist das Joggen zu empfehlen, bei dem in kurzer Zeit viele körperliche Funktionen stimuliert werden. Sollten Gelenkprobleme vorhanden sein, erweist sich das Fahrradfahren als eine gute Alternative.

Fitnessoptionen im Alter

Da ältere Menschen zur Risikogruppe gehören, sind ihre Kontakte in vielen Fällen stark reduziert und die körperliche Aktivität, die vorher in Vereinen oder privaten Gruppen stattfand, ist unterbrochen. Der Sport hat für diese Altersgruppe jedoch nicht nur die Funktion das Immunsystem zu stärken, sondern wird auch als präventive Maßnahme gegen Demenz genutzt. Als gute Möglichkeit bietet es sich an, die Kraft, Balance und die Koordination in der alltäglichen und vertrauten Umgebung zusammen mit den Angehörigen durchzuführen.

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