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Die größten Sport-Irrtümer
Die größten Sport-Irrtümer

Die größten Sport-Irrtümer

Leider werden nach wie vor so viele Fitness-Mythen weitergegeben dass Sportanfänger oft verunsichert sind oder sogar auf schädigende „Ratschläge“ eingehen.

Zu diesen Sport-Irrtümern gehört beispielsweise dass Muskelkater ein gutes Zeichen sei, weil man dann merkt, dass man mit dem Training etwas bewirkt hat. Oder dass die Fettverbrennung beim Joggen angeblich erst nach 20 bis 30 Minuten beginnt.

Es ist wichtig, dass Sie diese Aussagen von hilfreichen Tipps und Tricks unterscheiden können! Lesen Sie hier, worauf Sie lieber nicht hören sollten:

„Problemzonen, wie zum Beispiel der Bauch, können gezielt bekämpft werden.“

NEIN! Sie können nicht nur oder vorwiegend an einer bestimmten Stelle abnehmen. Der Körper verbrennt das Fett zunächst dort, wo es am einfachsten ist. Denn hier zählt der gesamte Organismus, nicht nur der Bauch oder die Oberschenkel. Somit sollte man zwar gezielt trainieren, um an seine Problemzonen zu formen und Muskeln aufzubauen. Jedoch werden die Stellen immer noch von einer Fettschicht überlagert, wenn man dieser nicht mit Kardiotraining entgegenwirkt.

Irrtum Nummer 2: „Muskelkater ist ein gutes Zeichen:“

Muskelkater ist kein Zeichen dafür dass man besonders hart und somit auch besonders gut und wirkungsvoll traininert hat. Man bekommt Muskelkater wenn Muskeln überansprucht wurden und somit quasi Alarm schlagen. Der Schmerz entsteht dadurch dass sehr kleine Verletzungen an den Fasern oder auch Mini-Entzündungen entstanden sind. Muskelkater ist also ein Zeichen dafür dass man zu viel getan hat und es bei der nächsten Trainings-Session ruhiger angehen muss.

„Es bringt nichts, nur einmal in der Woche zu trainieren.“

Auch dies ist so nicht richtig. Für Anfänger reicht es durchaus aus, nur einmal in der Woche eine Stunde zu trainieren. Ein Effekt in Form von Leistungssteigerung ist durchaus zu beobachten, wenn man sein Training regelmäßig absolviert. Fortgeschrittene sollten dagegen schon versuchen, zwei bis dreimal pro Woche trainieren. Aber auf jeden Fall gilt hier der Grundsatz: Einmal ist besser als kein Mal!

Folgender Irrtum wird Jogging-Anfängern gerne erzählt:

„Die Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten.“

Beim Sport werden von unserem Körper hauptsächlich zwei Energiequellen angezapft: Fett und Kohlenhydrate. Diese werden beim Training auch gleichzeitig verbrannt. Richtig ist, dass die Fettverbrennung beim Ausdauertraining nach 20 Minuten stärker zunimmt, wenn dabei der Puls in einem bestimmten Bereich liegt. In diesem Bereich liegen Sie ungefähr, wenn Sie sich beim Training noch gut unterhalten können.

„Laufen auf Asphalt schadet den Gelenken.“

Auch dies ist ein weit verbreiteter Fitness-Mythos, der sich hartnäckig hält. Viele Läufer finden es einfach angenehmer, auf Waldboden oder ähnlichem Untergrund zu laufen. Ein Schaden konnte durch das Joggen auf Aspahlt noch nie nachgewiesen werden. Zudem wird, sofern man regelmäßig läuft, nach und nach eine Knorpelschicht aufgebaut, die die Knochen schützt.

„Wer viel schwitzt, sollte viel trinken, um den Wasser- und Mineralien-Haushalt schnell wieder aufzufüllen.“

Ja, es ist wichtig, dem Körper die lebenswichtigen Mineralien, die er durch das Schwitzen verliert, wieder aufzufüllen. Jedoch kann der Körper nur ca. 0,8 bis 1 Liter Flüssigkeit pro Stunde verarbeiten. Es ist also wichtig, in kleinen Schlucken und regelmäßig zu trinken!

Oft hört man dass

„Apfelschorle und isotonische Fitnessgetränke die perfekten Durstlöscher sind.“

Diese Getränke sind jedoch meist nicht zu empfehlen, wenn Sie durch den Sport abnehmen möchten. Denn oft bestehen Säfte und isotonische Getränke aus einem erheblichen Anteil Zucker, der sich dann in Form von ungeliebten Fettpölsterchen festsetzen kann. Greifen Sie lieber nach Wasser, am besten ohne Kohlensäure. Einen Beweis dafür, dass man durch die isotonischen Getränke beim Sport wieder mit Mineralien versorgt wird, gibt es bislang auch nicht.

„Dehnen bringt nichts.“

Dehnen schützt tatsächlich nicht vor Muskelkater. Sich nach dem Training zu dehnen sorgt jedoch dafür dass sich die Spannung in den Muskeln lockert. So kann die Muskulatur sich schnell regenerieren und zudem ist langfristig eine bessere Beweglichkeit gewährleistet.

Dehnen Sie Ihre Muskeln langsam und halten Sie die Spannung am besten ungefähr 20 Sekunden lang. Sich vor dem Training zu dehnen beugt Verletzungen nicht generell vor. Doch da regelmäßiges Dehnen zu einem festeren und trotzdem elastischeren Bindegewebe führt, wird hier langfristig das Risiko von Muskel- und Bänderverletzungen gesenkt.

„Sportler benötigen weniger Schlaf.“

Das stimmt natürlich nicht. Im Gegenteil: der Schlaf wird dringend benötigt da der Körper sich im Schlaf regeneriert. Defekte und verbrauchte Strukturen müssen repariert werden und zudem wird die Verformung der Wirbelsäule wieder normalisiert. Versuchen Sie, mindesten sieben Stunden zu schlafen und achten Sie darauf, dass Sie nicht durch Licht oder Radio gestört werden.

„Schwangere sollten lieber keinen Sport treiben.“

Genau das Gegenteil ist der Fall. Durch stärker ausgebildete Bauch- und Beckenmuskulatur können die Wehen ohne Nachlassen länger gehalten werden. Sportlich aktive Schwangere entbinden somit häufig deutlich leichter.

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