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Bluthochdruck und Sport

Bluthochdruck und Sport: Was sollten Hypertonie-Patienten beim Sporteln beachten?

Kommt es zu körperlichen Anstrengungen führt dies zu einem erhöhten Pulsschlag, sowie zu einem erhöhten Blutdruck. Dennoch sollten auch Hypertonie-Patienten, also Menschen, die an Bluthochdruck leiden, nicht auf sportliche Betätigungen verzichten, denn wer mit einem zu hohen Blutdruck zu kämpfen hat, muss Sport treiben, denn auf diese Weise kann die Hypertonie natürlich besiegt werden.

Zumal sich auf diese Weise auch gleich das Risiko eines Herzinfarkts senken lässt. Allerdings ist nicht jede Sportart gleich für Bluthochdruck-Betroffene geeignet.

Auf die richtige Sportart kommt es an

Experten raten Bluthochdruck-Patienten, dessen oberer Blutdruckwert sich zwischen 140 und 180 mmHg bewegt und deren unterer Wert niedriger als 105 mmHg ist, sich regelmäßig sportlich zu betätigen. Liegen die Blutdruckwerte hingegen noch höher, ist Sport eher nicht empfehlenswert und kann sogar Schaden anrichten.

Handelt es also eher um einen mäßig hohen Blutdruck raten Mediziner dazu, dass die Betroffenen sich leicht und gleichmäßig bewegen, so dass eine Sportart gewählt werden sollte, die zahlreiche Muskelgruppen trainiert.

Das Ausdauerprogramm gilt es demnach circa 20 bis 30 Minuten lang durchzuhalten, wobei das Training stets im niedrigen bis mittleren Pulsbereich durchgeführt werden sollte. Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, sowie Skilanglauf oder auch Inline Skating eignen sich da hervorragend für Menschen, die an Bluthochdruck leiden.

Ausdauer- und Krafttraining richtig kombinieren

Wer gerne Sport treibt, aber gleichzeitig an Bluthochdruck leidet, sollte stets auf ein ausgewogenes Sportprogramm setzen. Genauer gesagt, heißt das, dass Ausdauer-, wie Kraftsport im Wechsel durchgeführt werden sollten. Studien in der Vergangenheit konnten belegen, dass die Probanden, die Hantelübungen, sowie ein Training auf dem Fahrradergometer durchführten, ihren Blutdruck senken konnten.

Um diese Sportarten sollten Bluthochdruck-Patienten besser einen Bogen machen

Keinesfalls sollten Hypertonie-Patienten auf Sportarten setzen, die abrupte Belastungen erzeugen. Sowohl Tennis, Rudern, als auch intensive Ball- und Kraftsportarten sind daher völlig ungeeignet für Menschen mit Bluthochdruck. Kommt es zu Wettkampfbedingungen oder auch zum Zeitdruck kann diese bei solchen Sportlern zu Überanstrengungen kommen, die die Gesundheit gefährden können.

Erst zum Arzt, dann zum Sport

Wer bisher nur wenig Sport getrieben hat oder bisher eher als absoluter Sportmuffel seinem Namen alle Ehre gemacht hat, der sollte vor dem ersten Training erst einmal einen Arzt konsultieren. Mittels des Fahrradergometers kann der Experte schnell herausfinden, wie belastbar sein Patient ist und so anschließend die richtige Sportdosis empfehlen.

Schließlich kann es sein, dass ein Patient mit Hypertonie bereits an Folgeschäden erkrankt ist, so dass es zuvor abzuklären gilt, ob Herzprobleme oder andere ernste Erkrankungen schon entstanden sind. Verschreibt der Fachmann zudem Blutdrucksenker dürfen Anwender diese auf keinen Fall eigenmächtig absetzen oder dieser einfach geringer dosieren.

Blutdruck-Patienten sollten mit ihrem Sportprogramm langsam starten

Gerade zu Beginn des neuen Trainings, ist so mancher enorm motiviert. Dennoch gilt es hier langsam mit dem Sporteln anzufangen. So macht es Sinn anfangs erst einmal regelmäßige Spaziergänge zu starten und sowohl die Dauer, als auch die Geschwindigkeit langsam zu steigern.

Diese Vorgehensweise gilt es dann über Wochen durchzuhalten, so dass im Anschluss mit Nordic Walking weitergemacht werden kann. Wer urplötzlich Vollgas gibt, überanstrengt nicht nur seine Muskeln unnötig, sondern auch seine Gelenke.

Puls Kontrollen beim Sport nicht vergessen

Damit es weder zu Erschöpfungszuständen, noch zu Überanstrengungen bei Sport kommt, gilt es regelmäßig die Herzfrequenz zu Beginn zu kontrollieren. Mit einem Pulsmesser funktioniert dies am einfachsten. Demnach sollten Sportler mit Bluthochdruck immer darauf achten, dass der Puls nicht allzu stark ansteigt.

Am besten ist es hier, ein Messgerät zu nutzen, welches ein Signal von sich gibt, wenn der Puls zu sehr in die Höhe schnellt. 180 Schläge pro Minute gelten hier außerdem als Richtwert und können zur Orientierung dienen.

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