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Bei Minusgraden Laufen: Gefährden Kaltstarter hier ihre Gesundheit?

Es handelt sich hier durchaus um eine Grundsatzdiskussion: Darf man bei Minusgraden laufen oder sollte im tiefsten Winter besser das Laufband zum Training genutzt werden? Laut Experten ist das Joggen bis minus 15 Grad Celsius für fitte Läufer unbedenklich, aber stimmt das wirklich?

Laufen bei Kälte sogar gesundheitsfördernd?

Eisige Kälte stellt kein Grund dar das Lauftraining buchstäblich auf Eis zu legen. Gang im Gegenteil, denn Experten der Universität Münster, wie Dortmund schickten 50 Sportler für eine Studie gleich ins Polarium. Kurze Zeit mussten die Probanden hier in Kühlkammern minus 120 Grad Celsius aushalten und anschließend einen zügigen Dauerlauf, bei normalen Temperaturen, hinlegen.

Nach einem halben Jahr hatte sich die Leistung der Teilnehmer sogar deutlich gesteigert. Zumal es im gleichen Zuge zu einer optimierten Blutumverteilung, sowie zu einer erhöhten Sauerstoffversorgung im Körper kam. Somit kann eisige Kälte anscheinend sogar die Leistung von Läufern verbessern und wirkt sich auch noch positiv auf die Gesundheit aus.

Trotz dieser Studie fragen sich aber viele Laufbegeisterte, ob sie ihr Training im Winter nicht doch besser nach drinnen verlegen sollten. Zwar gehen drei von vier Joggern zwar lieber an der frischen Luft ihrem Sportprogramm nach, so mancher zweifelt da aber auch, ob er hier nicht doch mehr Schaden anrichtet, als er Gutes für seine Gesundheit tut.

Im Winter draußen laufen oder lieber doch nicht?

Durchaus finden sich ein paar Gründe, warum man die Laufschuhe bei eisiger Kälte besser im Schuhschrank stehen lassen sollte. Vereiste Wege können schließlich schnell mal für gebrochene Knochen sorgen und vor allem Frauen fühlen sich in der dunklen Jahreszeit am Abend meist gar nicht so wohl in ihrer Haut, wenn sie durch den Park traben. So mancher Sportler fragt sich aber auch, ob die Kälte nicht schädlich für die Lunge sein kann?

Experten sehen in dieser Hinsicht keinerlei Gefahren, zumindest, wenn es sich um einen gesunden Läufer handelt und das Thermometer nicht unter minus 15 Grad Celsius gerutscht ist. Ist es kälter als minus 15 Grad ist der menschliche Körper nicht mehr in der Lage die eisige kalte, eingeatmete Luftausreichend zu erwärmen, bis diese die Lungenflügel erreicht.

Zudem sollte es sich im tiefsten Winter stets besser um ein moderates Ausdauertraining handeln, denn ein intensives Sportprogramm wird jetzt nicht mehr ganz so gut vertragen. Nimmt die Kälte zu wächst der Reiz auf Bronchien, Lungengefäße, wie auf Schleimhäute.

Zeigt sich ein leichter Schmerz beim Einatmen während des Trainings an der kalten Luft, handelt es sich hier bereits um einen leichten Entzündungsreiz. Jetzt heißt es, langsamer laufen, denn je weniger tief eingeatmet wird, desto weniger kühlt die Lunge aus. So ist es ratsam das Tempo stets an die Temperaturen draußen anzupassen.

Rote Karte, wenn man mit Infekten zu kämpfen hat

Bahnt sich hingegen eine Erkältung an, gilt es die Geschwindigkeit enorm zu drosseln, denn ein intensives Laufprogramm reizt jetzt die Schleimhäute nur noch zusätzlich. Ist auch noch Fieber mit im Spiel, heißt es hingegen Trainingspause.

Vor allem vorbelastete Sportler sollten jetzt vorsichtig sein, denn gerade die schnellen Temperaturwechsel, von drinnen nach draußen, bergen jetzt im Winter Gefahren. So können sich die Gefäße so plötzlich verengen, dass Risikopatienten zügig einen schmerzvollen Angina-Pectoris- Anfall erleiden können.

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